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Open-Air-Kinderflohmarkt trifft in Rothenuffeln auf
„Heimische Schätze“ und aktive alte Handwerkskunst

Zu einem bunten Treiben hatte der Heimatverein Rothenuffeln am Sonntag, 3. Juni in der Zeit von 14:00 bis 18:00 Uhr in den Kurpark und rund um den Heuerlingshof anlässlich seines Aktionstages eingeladen.

Im Zentrum stand dabei der „Open-Air-Kinderflohmarkt“, der sich zwischenzeitlich großer Beliebtheit erfreut.

Unter dem Motto „Heimische Schätze“ stand eine Mitmach-Aktion, die das Projekt MehrWert NRW der Verbraucherzentrale entwickelt hat. Zu entdecken gab es diese heimischen Schätze bei den Umweltberaterinnen Cornelia Franke-Röthemeyer und Pina Rennegarbe. Dazu servierten sie in einer kleinen Ausstellung überraschende Fakten. Worin unterscheiden sich Erdbeeren, Spargel und Co. zur heimischen Erntezeit und außerhalb ihrer Saison? Wie trägt ein regionaler und saisonaler Lebensmitteleinkauf zum Klimaschutz bei? Zudem erklären sie, worauf Verbraucher achten sollten, wenn sie Obst und Gemüse saisonal genießen wollen. Saisonkalender als nützliche Entscheidungshilfe liegen bereit zum Mitnehmen,

Wie in den letzten Jahren stand der Monat Juni wieder im Zeichen der alten Handwerkskunst.

Die Besucher konnten den Handwerkern bei ihrer Arbeit über die Schulter schauten und bekamen so einen Einblick in eine längst vergangene Arbeitswelt.

Die Klöppelgruppe von der VHS Minden führte diese alte Volkskunst vor. So haben Besucher die Möglichkeit, an diesem Tag das Klöppeln selbst aus zu probieren.

Mitglieder des Imkervereins Rothenuffeln luden zu einem honigsüßen Erlebnis ein. Kleine und große Gäste konnten bei einem süßen Job, dem „Honig schleudern“ zugucken. Frisch geschleudert wurde der Honig abgefüllt und verkauft. Gerne gaben die Imkerkollegen Auskunft über das Wesen und die Bedeutung eines Bienenvolkes.

Dazu konnte ein Blick in den aufgestellten Bienenschaukasten „Maja“ riskiert werden, der das Leben der Königin mit ihrem Hofstaat zeigt.

„Wenn alle Stricke reißen“ oder „Jemand einen Strick drehen“

Diese Redewendungen hat das Handwerk „Reepeschlagen“ hervorgebracht.

Die Reeperbahn in Hamburg erinnert mit ihrer Bezeichnung ebenfalls an dieses alte Handwerk.

In Hamburg gab es früher acht Seilereien, die Stricke und Taue insbesondere für die Schifffahrt herstellten.
Reepeschläger aus Südhemmern zeigen diese traditionelle Herstellung der Stricke bzw. Seile, die in verschiedenen Längen erworben werden können.

In vielen Häusern drehte sich einst das Spinnrad. Die Spinngruppe aus Südhemmern demonstriert auf anschauliche Weise das Flachsspinnen.

Dieter Krawert aus Bad Oeynhausen gehört zur seltenen Zunft der Messer- und Scherenschleifer. Er kommt mit seiner mobilen Werkstatt. Ob stumpfe Küchenmesser, Scheren oder sonstiges Schneidwerkzeug wird an diesem Nachmittag messerscharf geschliffen.

Sylvia Prüssner aus Bad Oeynhausen beschäftigt sich mit der Stoffdruckerei Blaudruck.
Anhand von verschiedenen Models zeigte sie interessierten Besuchern dieses alte Handwerk.

Ein bisschen sich wie Robin Hood fühlen konnten …
Diesen Wunsch erfüllt der Bogenschützenverein aus Werste gerne. Mitglieder des Vereins zeigen den kleinen und großen Schützen das traditionelle Bogenschießen.

Das Bogenschießen erfolgte unter Aufsicht und unter Einhaltung von Sicherheitsregeln.

Frisch aus Feld kamen die Erzeugnisse vom Bauernhof Bernhard und Antje Kossack aus Bad Oeynhausen. Neben bäuerlichen Produkten kann feiner Schinken von freilaufenden Sattelschweinen probiert und erworben werden.

Verschiedene Hobby-Künstler boten ihre Waren an und sorgen für allerlei Kurzweil;
Perlen, Modeschmuck, Gestricktes, Genähtes aus vielerlei Stoff, Hauspantoffeln, Klammerschürzen, Puppenkleider, Fotokarten für alle Anlässe, Marmeladen, Essige, Dekorationsartikel und mehr.

Am Informationsstand erhielten Interessierte neben plattdeutscher Literatur, Geschichten über Herrenhäuser im Kreis Minden-Lübbecke, Hinweise für weitere in diesem Jahr noch stattfindende Veranstaltungen in der Region.